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Privatvermietung direkt und persönlich

In den Großstädten Deutschlands wird der Wohnraum immer knapper und teurer. Die Ansprüche an den Mieter jedoch werden immer größer und nicht selten trifft man bei den meisten öffentlichen Wohnungsbesichtigungen 30 Mitbewerber, oder mehr. Natürlich möchte jeder eine schöne, geräumige Wohnung in guter Lage, die nicht zu teuer ist. Die Vermieter wiederum wünschen sich gut verdienende, vertrauenswürdige Mieter, ohne Schufa Eintrag, die eine positive Beurteilung des aktuellen Vermieters vorweisen. Ich würde mich nicht wundern, wenn man bald noch ein Polizeiliches Führungszeugnis vorlegen muss. Bei der Privatvermietung wird allerdings noch so manches mal ein Auge zugedrückt.

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Eine Wohnung Mieten von Privat ist wesentlich persönlicher

Bei der Privatvermietung steht man meist im direkten Kontakt zum Eigentümer, was sowohl Vor-, als auch Nachteile bürgen kann. Sicher ist hier, dass man sich persönlich kennen lernt und das man mit Sympatie punkten kann. Es gibt zwar Ausnahmen, in denen der Eigentümer einen Makler beauftragt, aber das ist nicht die Regel. Da die Vermieter ihr Eigentum natürlich in gutem Zustand wissen wollen, nehmen sie sich der Probleme im Haus meist schnell an, oder schicken einen Sachverständigen. Bei großen Wohnungsbau Gesellschaften kann es schon mal bis zur Sammelklage kommen bevor sich etwas tut.

Bei der Privatvermietung wiederum hängt natürlich vieles vom Charakter des Eigentümer ab und nur selten hat eine Privatperson eine Vertretung für den Notfall.

Miete auf Dauer oder auf Zeit

Wer sich aus beruflichen oder Studien Gründen nur für eine bestimmte Zeit, von beispielsweise 6-12 Monaten, einmieten möchte, dem wird die Privatvermietung zum Vorteil. Grund hierfür ist natürlich, dass man sich für so kurze Zeit nicht einrichten möchte und eine möblierte Unterkunft sucht. In diesem Falle wird man sicher eine Wohnung mieten von privat. Hierbei muss man sich natürlich darauf einstellen, dass der Mietpreis höher ist und das eine Strom-, Heiz- und eventuell Gas-Pauschale in die Mietkosten mit einfließt, die im voraus gezahlt werden muss. Alternativ bietet sich natürlich auch an sich ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft zu suchen.
Eine möblierte Wohneinheit bei einer üblichen Hausverwaltung zu finden ist eher ausgeschlossen. Auf bereits eingerichtete Unterkünfte zur Kurzzeit Miete spezialisieren sich gerade in Großstädten, Pensionen, die dann ab 1.200-2.500 € monatlich für ein bis zwei Zimmer zur Kasse bitten. Zielgruppen sind hier eher Saison Facharbeiter der Industrie und Wirtschaft, oder Diplomaten. Dem Preis entsprechend sind diese Pensionen dann auch sehr luxuriös ausgestattet.

Zusatzkosten sparen

Da der Privatvermieter selbst Kosten sparen möchte, werden wie schon erwähnt, selten Makler engagiert. Das bedeutet für den Mieter, dass die Maklergebühr von üblichen zwei Monats Kaltmieten weg fällt. Nur bei Wohnungen im Luxusbereich sieht das anders aus, hier kommen fast immer Makler zum Einsatz.
Eine Wohnungsbaugesellschaft ist rein gewinnorientiert und versucht natürlich immer so viel Geld wie möglich aus dem Mieter herauszuholen. Das zeigt sich in regelmäßigen Mieterhöhungen, die an ständig wechselnde Gesetze angepasst werden. Bei der Privatvermietung sieht der Eigentümer oft davon ab, oder vereinbart im Mietvertrag vorangekündigte Mieterhöhungen. Die Mietkonzerne haben die Angewohnheit, sämtliche Umbau- und Renovierungs-, sowie Sanierungsarbeiten, in Form von Nebenkosten an die Mieter abzuwälzen. Dies geschieht oftmals zu Unrecht und bedarf immer einer Prüfung. Selbst der Wasserverbrauch für die Bewässerung eventueller Gartenanlagen, wird manchmal an den Mieter übertragen. Solche Zusatzkosten wird ihnen ein Privateigentümer sicher nicht auferlegen. Auch im Mietvertrag versuchen Hausverwaltungen Bedingungen zu stellen, die zu Zusatzkosten führen können. Das betrifft dann oft den Zustand der Wohnung bei der Wohnungsübergabe und die Kostenbeteiligung bei kleineren Reparaturen. Oft wollen sie die Kaution aus diversen Gründen gar nicht, oder nur teilweise auszahlen.
Bei der Mietkaution gilt hingen generell, das drei Monats Kaltmieten fällig sind. Im Falle der gewerblichen Nutzung sind es in der Regel sogar fünf Kaltmieten.

Unterschiede im Mietvertrag

Mietverträge von Privat und Wohnungsbaugesellschaften unterscheiden sich oft gewaltig. Während Privateigentümer oft ein zweiblättriges Formular mit Durchschrift vom Kiosk zur Unterschrift vorlegen, sind es bei den Unternehmen mittlerweile kleine Bücher mit bis zu 30 Seiten und mehr. Diese Wälzer gilt es ordentlich zu prüfen, da sich hier Kostenfallen verstecken können. Der Nachteil bei nicht ausführlichen Mietverträgen sind missverständliche Formulierungen. Gegebenenfalls muss man auf die Anpassung, oder Erweiterung des Mietvertrages bestehen.
Es ist wichtig zu wissen, dass es in einem eventuellen Rechtsstreit immer auf die aktuellen Gesetze ankommt und nicht auf die im Mietvertrag festgehaltenen Forderungen. Durch eine Veränderung im Gesetz verlieren manche im Vertrag festgehaltene Paragraphen ihren Rechtsanspruch. Bei der Privatvermietung ist es normalerweise einfacher über den Mietpreis, oder Mieterhöhungen zu verhandeln. Gerade im Nachhinein, wenn das Mietverhältnis schon länger besteht und man gut miteinander auskommt.

Seriosität des Vermieters

Der Eigentümer muss natürlich seinen Pflichten nachkommen, aber die Seriosität lässt sich natürlich in einem kurzen Bewerbungsgespräch schlecht einschätzen. Wer eine Wohnung zur Miete sucht, muss sich weniger Gedanken darum machen, wie seriös der Eigentümer ist, als jemand bei einem Immobilienkauf. Auch solche Tipps, dass man das an Hand der Qualität des Inserats feststellen kann, sind eher zweifelhaft. Auch Betrüger können schöne Fotos machen und viele Eigentümer sind altersbedingt nicht so fit im Umgang mit der Technik. Der Name des Eigentümers ist durch den Mietvertrag bekannt. Die Regelungen zur Rückerstattung der Mietkaution ist im Vertrag gut durchzulesen und das Bankkonto sollte sicher nicht im Ausland sein.
Informationen über den Vermieter kann man eventuell auch erhalten, wenn man seinen Namen einfach googelt. Wer sich weitergehend informieren möchte, kann auch einen Blick auf die Seite www.schutz-vor-immobilienbetrug.de werfen.

Der Besichtigungstermin

Für jede Wohnungsbesichtigung gilt es generell folgendes mitzubringen:

  • Personalausweis
  • Schufa Auskunft
  • Mietschuldenfreiheits Bescheinigung des aktuellen, oder vorherigen Vermieters
  • Lohnnachweis/Verdienstbescheinigung

Wer zu spät kommt hat selten eine Chance auf die Wohnung, das ist klar. Ansonsten sollte man sich natürlich geben und aus Eigeninteresse bitte nicht zurückhaltend sein. Alle wichtigen Fragen müssen im Vorfeld geklärt werden. Man muss sich alles genau ansehen und auch in Schränke und Nischen gucken, wenn vorhanden, um möglichen Schimmel nicht zu übersehen. Falls es zum Vertragsabschluss kommen sollte, ist ein Protokoll über die vorhandene Einrichtung und dessen Zustand wichtig. So vermeidet man unberechtigte Forderungen für Reparaturen, oder instandsetzung der Mieteinheit. Eine Checkliste, auf der man Punkte abhakt die einem wichtig sind, kann auch hilfreich sein. Ehrliche Antworten auf unangenehme Nachbarn, wird man allerdings sicher nicht bekommen. Weder bei einer Privatvermietung noch bei einer Wohnungsbaugesellschaft.

Die Wohnungssuche

Die übliche Wohnungssuche erfolgt heutzutage, natürlich bequem vom Sofa aus, über das Internet. Die bekanntesten Immobilienportale sind sicherlich ImmobilienScout24*, Immowelt* und Immonet*. Auf diesen Seiten hat man eine große Auswahl an Suchoptionen und Wohnungsangeboten, die immer aktuell sind. Egal in welchem Ort, welcher Gegend, oder was für Bedingungen sonst erfüllt sein müssen, kann hier ganz einfach herausgefiltert werden. Auch in Zeitschriften wie der Zweiten Hand Immobilien, oder vielen Tageszeitungen, stehen Wohnungsinserate, die vielleicht im Internet nicht veröffentlicht worden sind. Ein guter Tipp: wenn man eine Single Wohnung sucht, kann es helfen einen Steckbrief in Universitäten, oder Studentenwohnheimen auszuhängen. Junge Menschen wechseln häufig den Wohnraum und suchen oft den passenden Nachmieter.